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Oktober

Köppinger-Preis für "Die Platte lebt"

Der Verein "Die Platte lebt" ist der erste Träger des Annette-Köppinger-Preises für Integration und Menschlichkeit. In vorbildlicher Weise vernetze der Verein die unterschiedlichen Angebote im Umfeld der Stadt teile Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz, wo besonders viele Schweriner mit Migrationshintergrund zu Hause seien, sagte Stadtpräsident Stephan Nolte gestern bei der Preisverleihung im Mecklenburgischen Staatstheater vor mehr als 500 Gästen. "Das vielfältige Programm im Miteinander und Füreinander der Kulturen überzeugt bei ,Die Platte lebt' ebenso wie der Freiraum für Initiativen einzelner Personen im Rahmen des Vereins und des Stadtteiltreffs ,Eiskristall'."

Insgesamt 14 Vorschläge waren für den Preis eingegangen, der an das Wirken der ehemaligen Schweriner Integrationsbeauftragten Annette Köppinger (1957-2007) erinnern soll. "Annette Köppinger war eine engagierte Persönlichkeit, die sich weit über die Grenzen Schwerins hinaus für mehr Toleranz, Weltoffenheit und ein friedliches Miteinander der Kulturen eingesetzt hat", betonte Nolte. Der Stadtpräsident gehörte zusammen mit Juliane Köppinger, der Tochter von Annette Köppinger, dem jetzigen Integrationsbeauftragten, Dimitri Avramenko, Sabine Klemm vom Netzwerk Migration und dem Vorsitzenden des Förderkreises der evangelischen Bernogemeinde, Ulrich Planken, zur Jury, die über die Vergabe des Köppinger-Preises entschied.

"Es macht mich sehr glücklich, dass es Menschen in dieser Stadt gibt, die die Arbeit meiner Mutter weiterführen", sagte Juliane Köppinger. "Dass das Engagement meiner Mutter mit einem nach ihr benannten Preis geehrt wird, bedeutet mir sehr viel." Drei junge Schauspielerinnen lasen während des Festakts Passagen aus Annette Köp pingers Buchs "Tanze auf den Wolken".

Hannelore Luhdo, Vorsitzende des Vereins "Die Platte lebt", dankte herzlich für den Preis. "Der Annette-Köppinger-Preis ist eine Auszeichnung für unsere Arbeit, mit der wir für ein gutes Miteinander in den Plattenbau-Stadtteilen sorgen wollen." In den Veranstaltungen des Vereins fänden sich alte und junge Menschen genauso zusammen wie Einheimische und Migranten.

Dotiert ist der Köppinger-Preis, der künftig alle zwei Jahre verliehen werden soll, in diesem Jahr mit 800 Euro - 500 Euro kommen von der Stadt, 300 Euro von der Propstei der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden.

Landtagspräsidentin zog Bilanz des Einigungsprozesses

Beim Festakt im Staatstheater wurde gestern allerdings nicht nur der Annette-Köppinger-Preis vergeben, sondern auch an den 20. Jahrestag der deutschen Einheit und an die Ernennung von Schwerin zur Landeshauptstadt vor 20 Jahren erinnert. "Die deutsche Einheit erscheint uns noch immer wie ein Wunder", sagte Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider in ihrer Festansprache. Dabei sei es nicht verwunderlich, dass es nach wie vor ökonomische und mentale Probleme gäbe. "Ostdeutschland und Westdeutschland konnten nicht einfach wie ein Puzzle wieder zusammengesetzt werden", so Bretschneider. In 40 Jahren hätten beide Teile ihre Form verändert. Der 3. Oktober sei nicht nur der Tag der deutschen Einheit, sondern auch der Gründungstag des Landes Mecklenburg-Vorpommern, erklärte die Landtagspräsidentin. Als Landeshauptstadt nehme Schwerin darin eine herausgehobene Stellung ein.

Dass sich Schwerin in den vergangenen 20 Jahren erfolgreich entwickelt habe, hob auch Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow in ihrer Rede hervor: "Unsere Stadt ist schöner, liebenswerter, anerkannter, vielfältiger und moderner geworden." Gramkow, die an die mutigen Frauen und Männer des Herbstes 1989 erinnerte, forderte die Schweriner auf, trotz aller Probleme mit Optimismus in die Zukunft zu blicken.

Die Mecklenburgische Staatskapelle spielte zur Feier des Tages Franz Schuberts "Unvollendete" und Ludwig van Beethovens dritte Leonoren-Ouvertüre.

Bild: Stadtpräsident Stephan Nolte überreichte der Vorsitzenden des Vereins "Die Platte lebt", Hannelore Luhdo, beim Festakt im Mecklenburgischen Staatstheater die Urkunde zum Annette-Köppinger-Preis. Rainer Cordes
SVZ

Herbstmarkt

Herbstmarkt auf dem Berliner Platz

 

 

 

 

 

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