November

Mieterorientiertes Gesamtkonzept vereint altersgerechtes Wohnen und Serviceleistungen
Auf Bedürfnisse von Senioren abgestimmt


Großer Dreesch • Mitte November veranstaltete die Wohnungsgesellschaft Schwerin zusammen mit der Comtact GmbH ein kleines Fest im Café Kisch und im Innenhof der Egon-Erwin-Kisch-Straße.

Fast 200 Gäste kamen, um den Eintritt in die Endphase der Sanierungsarbeiten an den 48 Wohnungen in der Egon-Erwin-Kisch-Straße 5 bis 12 und das zehnjährige Jubiläum des seniorenfreundlichen Café Kisch zu feiern. Im Innenhof des Karrees schützte ein großes Festzelt vor dem Nieselregen und im Café wurden Kaffee, Tee und Kuchen gereicht. Neben einer Kapelle sorgten Kinder aus der Kita „Haus Sonnenschein“ mit Liedern und Gedichten für gute Unterhaltung. Guido Müller, Geschäftsführer der Wohnungsgesellschaft Schwerin, nutzte die Gelegenheit, den Anwesenden das mieterorientierte Gesamtkonzept der Egon-Erwin-Kisch-Straße vorzustellen. Das Karree bietet nun im Zusammenspiel mit der Comtact GmbH und dem Café Kisch ein optimales Wohnumfeld für Senioren, denn in den betroffenen Wohnblöcken wurden durch umfangreiche Baumaßnahmen die Vo-
raussetzungen für altersgerechtes Wohnen geschaffen. Joachim Peters, WGS-Abteilungsleiter Technik, erklärt: „Wir haben 30 Wohnungen barrierefrei gestaltet und drei Aufgänge mit Aufzügen ausgestattet. Fünf der betroffenen Wohnungen sind nun mit einem Rollstuhl befahrbar. Die Nummern 10, 11 und 12 wurden auf drei Etagen zurückgebaut.“ Auch im Außenbereich hat sich viel getan. Bis zum ersten Quartal des kommenden Jahres werden dort 23 neue Parkstellplätze fertiggestellt. Die Wege, Vorgärten und Eingangsbereiche werden nach dem Abschluss der Maßnahmen in neuem Glanz erstrahlen. Neben den altersgerechten Wohnungen sind eine Vielzahl an Serviceleistungen für ältere Menschen verfügbar. Die Comtact GmbH bietet unter anderem Dienste wie Unterstützung bei den Behördengängen sowie Pflegedienste oder Hauswirtschaftshilfe. Bei Bedarf bietet das Café Kisch täglich einen Mittagstisch. Für alle Wohnungen in der Egon-Erwin-Kisch-Straße 5 bis 12 sind bereits Vorverträge unterschrieben worden. Eine Woche nach der Feier konnten die ersten Mieter ihr zukünftiges Zuhause das erste Mal nach den Bauarbeiten in Augenschein nehmen. Die Resonanz war durchgängig positiv. Vor allem die hochwertige Ausstattung begeisterte die zukünftigen Bewohner.
Bild: Die Kinder der Kita „Haus Sonnenschein“ brachten den Gästen im Café Kisch ein Ständchen

Alle sind aus dem Häuschen
Familie Theuser verbringt Weihnachten erstmals in der Wuppertaler


Zippendorfer Seeterrassen heißt das neue Quartier, das rund um die Wuppertaler Straße aus dem Boden wächst. Einer der ersten stolzen Mieter ist Andreas Theuser. Er zog in einen komplett umgebauten Block.

„Die Wohnung ist einfach schön“, schwärmt Andreas Theuser und biegt von einem Zimmer ins nächste. Alles da. Badewanne und Dusche, Abstellraum und Balkon. „Wir haben sogar eine Solaranlage auf dem Dach, die die Warmwasseraufbereitung unterstützt“, freut er sich. Noch ist nicht alles eingerichtet, noch warten Kartons darauf, ausgepackt zu werden. Aber die Theusers, die vorher in der Pawlowstraße im Mueßer Holz wohnten, lassen sich Zeit. Weihnachten steht vor der Tür und schließlich soll die 87 Quadratmeter große Wohnung allen gefallen. Zeit zum Werkeln hat Andreas Theuser als pensionierter Berufssoldat mehr als genug. Wenn er nicht gerade seiner Leidenschaft frönt und auf Angeltour geht. Der See liegt ja jetzt direkt vor der Haustür. Und darüber freut sich auch Frau Regine, die als Krankenschwester arbeitet und es liebt, ausgedehnte Spaziergänge zu unternehmen oder einen Ausflug mit dem Rad zu machen.
Dass sie beim Umbau ein Wörtchen mitreden durften, sich beispielsweise die Fliesen selber aussuchen konnten, gefiel ihnen außerordentlich. Neben Theusers Wohnung entstanden in der Wuppertaler Straße verschiedene neue Grundrissvarianten – von 2-Raumwohnungen bis hin zu familiengerechten 4-Raumwohnungen. Andreas Theuser ist indes neugierig, wie es im Quartier weitergeht. Jeden Tag schaut er aus dem Fenster, um zu gucken, was passiert. Bis Jahresende erfolgt der Freizug der Vaasaer Straße. Anschließend werden diese Blöcke in kleinere Häuser verwandelt. Ende 2012 will die SWG nach Möglichkeit fertig sein mit diesem Quartier, das schon jetzt den klangvollen Namen Zippendorfer Seeterrassen trägt. Bis dahin wird sich Familie Theuser längst eingelebt haben.
Rechtzeitig zum Fest zog auch Rita Lux in die Wuppertaler Straße. Herrlich findet sie ihr neues Zuhause

WOHNUNGSRÜCKBAU - MUESSER HOLZ

Mit rasanter Geschwindigkeit verschwindet der alte Wohnblock Kantstraße/Hamburger Allee. Fünf Bagger sind gleichzeitig im Einsatz, um Abriss, Zerkleinerung, Materialsortierung und Abtransport des Bauschutts wie in einer Fließstrecke zu sichern. Der Rückbau erfolgt mit Mitteln aus dem Programm "Stadtumbau Ost", da der Bedarf an Wohnraum auf dem Dreesch weiter zurückgeht.

Platz für Kitaneubau geschaffen

Schandflecken auf dem Großen Dreesch und im Mueßer Holz verschwinden.

Zahlreiche Schandflecke auf dem Großen Dreesch und im Mueßer Holz verschwinden.
Im Auftrag der Landeshauptstadt reißen aktuell zwei große Bagger das städtische Gebäude in der Anne-Frank-Straße 29, wo sich einmal eine Poliklinik befand, ab.

Die ehemalige Gutenbergschule in der Eulerstraße wurde in den Herbstferien nach der Entkernung von drei Baggern abgerissen, damit der Schulbetrieb in der Schule Mueßer Berg nicht all zu sehr gestört wird. Derzeit werden noch die Betonteile vor Ort zerkleinert und abtransportiert.

Damit wird Platz für den Neubau der Kita Eulerstraße geschaffen. Die Finanzierung der Kita erfolgt mittels der Gelder des Konjunkturpaketes. Träger der neuen Kita wird die städtische Kita gGmbH sein.

Weiterhin wird mit den Mitteln des Konjunkturpaketes zudem die Landeshauptstadt die Grundschule Mueßer Berg sanieren.
Insgesamt investiert die Stadt in den Kitaneubau 3,5 Mio. Euro und in die Sanierung der angrenzenden Schule rund 4,2 Mio. Euro. „Dies ist gut investiertes Geld in unsere Kinder, in unsere Zukunft, einhergehend mit Verbesserungen der Lernbedingungen im Mueßer Holz. Darüber hinaus wollen wir mit dem Neubau und der Sanierung auch unsere Energiekosten drastisch reduzieren“, erklärt Jugenddezernent Dieter Niesen. „Insgesamt werden im Rahmen des Zukunftsinvestitionsprogramms Aufträge in Höhe von mehr als 8,6 Mio. Euro für Baumaßnahmen für eine bessere Bildungsstruktur und knapp 1,2 Mio. Euro für Infrastrukturmaßnahmen ausgelöst. Ich bin zuversichtlich, dass die Gelder aus dem Konjunkturpaket – entsprechend dem Anliegen des Programms – eine schnelle konjunkturelle Belebung für die Wirtschaft der Stadt und der Region bringen.“

Aber nicht nur die ehemalige Poliklinik und die Gutenbergschule wird es bald nicht mehr geben, auch die seit Jahren leer stehende Kästner-Schule in der Hamburger Allee 240 und die Schule am Fernsehturm in der Hamburger Allee 122 werden in den nächsten Wochen zurückgebaut. Der Rückbau erfolgt mit Mitteln aus dem Programm „Stadtumbau Ost“.

Die Abriss- und Bauarbeiten werden durch den städtischen Eigenbetrieb Zentrales Gebäudemanagement koordiniert.
4.11.2009


Der Film „Leben und Wandel auf dem Großen Dreesch“ von ZDF-Mitarbeiterin Susanne Seidl wird am 9. November um 17 Uhr im Stadtteiltreff „Eiskristall“ in Neu Zippendorf vorgestellt.

Drehteam bei AufnahmenDie Autorin, die in einer knappen Viertelstunde mehrere Familiengeschichten erzählt und den Bogen zwischen Vergangenheit und Zukunft spannt, wird den Zuschauern im Anschluss Rede und Antwort stehen.
Bei der öffentlichen Erstaufführung am 29. Oktober im Mehrgenerationenhaus des IB gab es viel Lob, aber auch kritische Anmerkungen, weil der positive Trend zu kurz gekommen sei. Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow zeigte sich beeindruckt von den Recherchen der Kölner Journalistin. Sie sehe den Film als Aufgabe, den Dreesch weiter voranzubringen. „Im Mueßer Holz sind wir noch nicht so weit gekommen, aber wir sind auf dem Weg – mit einem vorsichtigen Rückbau“, sagte sie. Ihr Wunsch nach einer Fortsetzung, in der auch Aktivitäten der Vereine und Einrichtungen gezeigt werden, scheint schon bald möglich zu sein, denn Susanne Seidl kündigte für 2010 einen 30-minütigen Film über den Dreesch zum Thema deutsche Einheit an.
Hanne Luhdo

Astrid-Lindgren-Schule

Die neue Schulhofgestaltung an der Astrid-Lindgren-Schule ist in vollem Gange. Spielgeräte für den Grundschulteil wurden in den vergangenen Wochen neu aufgebaut, und die Sportanlage für alle Schüler ist fast fertig. Jetzt trafen sich viele fleißige Helfer, ob Eltern, Schüler oder Lehrer, um in Eigeninitiative auch mit Hand anzulegen. Am nächsten Sonnabend wollen die Freiwilligen noch einmal zusammenkommen, um die begonnenen Arbeiten zu beenden.

Heimlichkeit im Eiskristall

Vorweihnachtliche Heimlichkeit wird es in den nächsten Wochen im Stadtteiltreff „Eiskristall“ in Neu Zippendorf geben. Der Verein „Die Platte lebt“ lädt am 23. November Spätaussiedler, Migranten und Einheimische zum gemeinsamen Weihnachtsbasteln und Backen ein. Kinder können Fensterbilder gestalten und kleine Geschenke aus Holz oder Glas herstellen. Am 27. November sind kreative Fähigkeiten der Erwachsenen gefragt. Sie bekommen Tipps für Bilder, Karten, Serviettentechnik und Kerzengestaltung. Die Weihnachtsbäckerei öffnet am 5. Dezember. Von 15 Uhr an können Kinder mit ihren Eltern oder Großeltern Plätzchen backen. Die Veranstaltungen, die auch dem Vertiefen der Sprachkenntnisse dienen, werden gefördert aus dem Verfügungsfonds „Soziale Stadt“. Ein Teil der Bastelarbeiten ist für die Tombola zum Weihnachtsmarkt am 4. Dezember auf dem Berliner Platz geplant, die einem guten Zweck dient. 

Kleiner Park entsteht hinterm Eiskristall

Auf dem ehemaligen Kita-Gelände hinterm „Eiskristall“ zwischen Magdeburger und Pankower Straße entsteht ein kleiner Stadtteilpark. Mit der so genannten Buga-Ausgleichsmaßnahme gestalten Mitarbeiter der Zukunftswerkstatt das Areal neu. In den vergangenen Tagen hatten Anwohner gegenüber unserer Redaktion beklagt, dass die Arbeiten eingestellt seien, obwohl noch nicht fertig gestellt. Axel Höhn, Geschäftsführer der Zukunftswerkstatt, erklärte auf Anfrage, dass es wegen Materiallieferschwierigkeiten tatsächlich zu Verzögerungen gekommen sei. Das Problem sei inzwischen behoben. Bis 2010 sollen dort unter anderem noch Wege befestigt und Sitzbänke aufgestellt werden. tiwe

Kreative Weihnachtsbastler stellten Arbeiten vor

Die „Kreativ- und Hobbymesse“ im Haus der Begegnung in der Perleberger Straße 22 hat schon einen Hauch von Vorweihnacht verbreitet. Dort stellten die kreativen Damen, die sich jeden Montag treffen, ihre Arbeiten vor. Zahlreiche Interessenten rüsteten sich auf der Messe für Weihnachten. Kunstvoll gestaltete Karten, Textildrucke, gehäkelte Pullover sowie Schals, Kissen oder Garnituren, die die rund 40 Anbieter mitgebracht hatte, wurde bestaunt und vieles sogleich gekauft. Neu bei der Messe war die „Filzlaus“ aus Raben Steinfeld namens Christiane Witt, die nun im Kreativtreff jeden Montag einen Kurs anbietet.

Als nächstes steht ein Tagesausflug nach Berlin am 2. Dezember auf dem Plan. Interessierte können sich dafür unter Telefon 39 23 222 anmelden.  

„Wasserträgerin“ zieht um

Die kleine „Wasserträgerin“, eine Skulptur, die bisher in der Pankower Straße stand, zieht um. In den nächsten Tagen wird sie vor dem Nachbarschaftszentrum der SWG in der Wuppertaler Straße 53/Ecke Bosselmannstraße ihren neuen Standort beziehen. Der Umzug ist mit dem Kulturbüro und der Künstlerin Erika Wolf aus Holthusen, die die Plastik geschaffen hat, abgestimmt worden. Die Arbeit war im Zusammenhang mit der künstlerischen Gestaltung des Berliner Platzes entstanden und in den letzten Jahren mehrfach beschädigt worden. „Ich bin froh über den neuen Standort und habe ihn selbst mit ausgesucht“, so Erika Wolf. „Jetzt steht meine Bronze auf dem Weg der Dreesch-Bewohner zum Zippendorfer Strand. Damit gibt es wieder einen Bezug zum Wasser.“ Die „Wasserträgerin“ ist nicht die einzige Arbeit von Erika Wolf in der Landeshauptstadt. Eine weitere Plastik der Bildhauerin steht auf dem Gelände des Alten- und Pflegeheim-Komplexes „Fritz Reuter“ in Zippendorf.  

Eiskristall

Heute wird im Stadtteiltreff „Eiskristall“ von 16.30 Uhr an gelesen und gekocht. Migranten und Einheimische treffen sich am Samowar, um bei russischen Spezialitäten Geschichten und Gedichte vorzustellen.