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Januar

Stadt und Wohnungsunternehmen planen für 2010 noch mehr Sanierungen und Wohnumfeldverbesserungen

Neu Zippendorf

Baumaßnahmen werden das Jahr 2010 in Neu Zippendorf prägen. Dabei wird vor allem Begonnenes weitergeführt, wie die so genannten Seeterrassen der SWG oder die Neugestaltung des Fußgängerweges vom Berliner Platz bis zur Plater Straße. Stadtplanungsamt und WGS-Geschäftsführer Guido Müller informierten den Ortsbeirat jetzt über die Vorhaben für die nächsten Monate.

Am Berliner Platz wurden zum Jahreswechsel bereits einige Arbeiten, die erst für die Zukunft geplant waren, vorweggenommen. Die Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) ließ die ehemalige Tanzbar abreißen – und das, obwohl über eine spätere Bebauung und Nutzung noch gar nicht endgültig entschieden ist. Den Grund für dieses Vorpreschen erklärt Reinhard Huß vom Stadtplanungsamt: „Einige Rückbaumaßnahmen im Mueßer Holz lagen im vergangenen Jahr deutlich unter den Kostenschätzungen. So hatten wir kurzfristig Geld zur Verfügung, das dankenswerterweise die WGS für einen vorzeitigen Abriss des Mehrzweckgebäudes am Berliner Platz nutzte.“ Die Konsequenz: Im laufenden Jahr wird die Stelle, wo einst Schlecker-Markt und Diskothek standen, einfach nur begrünt. Mittelfristig solle dort ein etwas kleinerer Neubau entstehen, so Guido Müller. „Schlecker XXL“ habe schon starkes Interesse bekundet, einen 450-Quadratmeter-Markt am Berliner Platz zu eröffnen. Angedacht sei außerdem ein zweites Gebäude auf dem 3500 Quadratmeter großen Areal, das mit dem ersten verbunden werden solle. Wer dort allerdings einzieht und wer Eigentümer der Anlage wird, darüber werde im Laufe der nächsten Monate eine „wirtschaftliche Entscheidung“ gefällt, so Müller.

Fest steht schon jetzt, dass die WGS im Jahr 2010 zwei Hochhäuser am Berliner Platz saniert. Und auch die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) bleibt in Neu Zippendorf aktiv: An den „Seeterrassen“ entlang der Wuppertaler und Vaasaer Straße wird weiter umgebaut. Die kontinuierliche Neugestaltung mit zwei Blöcken pro Jahr steht bis Ende 2012 auf dem Plan des Unternehmens, so Reinhard Huß. Bis 2013 sei außerdem die attraktive Gestaltung des Wohnumfeldes geplant, auch ein Neubau auf dem brach liegenden Gelände des ehemaligen Altenheimes an der Pilaer Straße sei angedacht.

Die Erneuerung der Fassaden an zahlreichen WGS-Häusern wünschen sich viele Einwohner Neu Zippendorfs. Diesem Anliegen musste Guido Müller bereits bei der Ortsbeiratssitzung eine Absage erteilen: Abblätternde Kunststoffanstriche am Balkonen würden demnächst zwar heruntergenommen und durch bessere ersetzt, mehr Verschönerungsmaßnahmen wolle sich das Unternehmen aber nicht leisten, zumal es sich dabei lediglich um eine „moralische Wohnwertverbesserung“ handele. „Allein die Fassadenreinigung eines Hauses mit drei bis fünf Aufgängen kostet knapp 15 000 Euro“, so der WGS-Chef. Geld, das letztlich auf die Miete umgelegt werden müsse. Das gleiche Argument gilt auch für das von vielen geforderte Anbringen von Fahrstühlen an den Fünfgeschossern. So ein Aufzug koste satte 150 000 Euro, erklärte Müller. Profitieren würden davon nur wenige Mietparteien, zahlen müssten alle.

Doch nicht nur die Gebäude, auch der Fußweg zwischen Magdeburger und Pankower Straße wird 2010 neu gestaltet. „Der Weg wird neu angelegt, die Beleuchtung erneuert, Bänke aufgestellt und der inzwischen abgebaute Spielplatz mit neuen Geräten bestückt“, so Reinhard Huß. Wo einst die Waleri-Bykowski-Schule an der Perleberger Straße stand, soll in diesem Jahr noch ein „Tafel-Garten“ entstehen, kündigte Huß an. Diakonie und Tafel e.V. wollen dort mit Hilfe von Ein-Euro-Jobbern Obst und Gemüse anbauen, um die kostenlose Essensausgabe an bedürftige Menschen in Schwerin künftig mit frischen Vitaminen zu unterstützen.

Maren Ramünke-Hoefer

 

 

 

 

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