Dreesch-Schwerin

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Juli

Zukunft im Mueßer Holz (ZiMT)

Unsere Jugendfirma hat seit einer Woche schon die Aufgabe, jeden Tag ein gesundes, gutes und wohlschmeckendes Mittagessen für die 12 Kinder von pflegenden Eltern und ihre Betreuer zu kochen! Auch das Fruehstuecksangebot gibts wieder! Und: ja es macht Spaß von unserem ehrenamtlichen Koch Fritz zu lernen was und wie gekocht und serviert und gereinigt wird! Danke liebe Jugendfirma!!!

   

 

 

Platz für 220 Kinder – DRK investierte mehr als fünf Millionen Euro

„Unser Hort, das ist doch sonnenklar, der ist wunderbar“, reimten die Kinder. Die Schüler aus der Nils-Holgerson-Grundschule sangen, tanzten und trommelten am Freitag vor Freude. Aus gutem Grund: Auf dem Schulgelände in der Friedrich-Engels-Straße wurde das nagelneue Hortgebäude eingeweiht. Gebaut hat es der Schweriner Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes, der auch den Hort betreibt. Der zehn Jahre alte Kamil durfte gemeinsam mit DRK-Kreisgeschäftsführer Jens Leupold und Leiterin Karin Bastubbe das farbige Band am Eingang durchtrennen und den Weg in den Hort freigeben. Mehr als fünf Millionen Euro hat das DRK in den Bau investiert, 300000 Euro steuerte die Stadt bei. Im zweigeschossigen Haus ist Platz für 220 Kinder. Zehn Gruppenräume mit den entsprechenden Nebenräumen gibt es, dazu weitere Räumlichkeiten für verschiedene Zwecke. Bei Bedarf lasse sich das Gebäude auch noch um eine Etage erweitern, sagte Jens Leupold vor rund 70 Gästen. Gebaut wurde der neue Hort auf einer Fläche neben der Holgerssonschule, auf der sich ein weiteres Schulgebäude aus DDR-Zeiten befunden hatte, das für den Neubau abgerissen wurde. An den Kosten für den Abriss hat sich die Immobilienagentur LGE Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Für die Betreuung der Kinder wurden bisher Räume in der Schule genutzt. Die Flächen stehen nun für den Schulbetrieb zur Verfügung. „Wir freuen uns sehr, dass das neue Hortgebäude fertig ist“, erklärte denn auch Schulleiterin Carola Pietsch. Christian Koepke

 

Stadt nutzt unterrichtsfreie Zeit für Renovierungsarbeiten – Sanierung an der Lindgrenschule beginnt

Zusätzliche Rettungswege, sanierte Fenster, modernisierte Toiletten: Das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt hat in diesem Jahr wieder die Sommerferien genutzt, um an den Schweriner Schulen dringende Renovierungsarbeiten auszuführen. Weil es wegen der Pandemie keinen durchgängigen Präsenzunterricht gegeben habe, hätten kleinere Reparaturen an Schulgebäuden und Sporthallen aber auch schon im laufenden Betrieb erledigt werden können, sagt Bodo Wissel vom Zentrale Gebäudemanagement. Nach Angaben von Stadtsprecherin Michaela Christen sind für die Bauunterhaltung insgesamt rund 775 000 Euro eingeplant.

Für 250 000 Euro entstand in der Fritz-Reuter-Schule in der Paulsstadt ein zweiter Rettungsweg über eine Außentreppe. Ebenfalls einen zweiten Rettungsweg bekam die Nils-Holgersson-Grundschule auf dem Großen Dreesch, wo auch noch eine neue Lehrküche eingebaut wurde. Kosten für beide Maßnahmen: 378 000 Euro. 70 000 Euro gab die Stadt für eine weitere Reihe sanierter historischer Fenster im Fridericianum aus.

Toiletten wurden im Goethegymnasium saniert. Am Regionalen Beruflichen Bildungszentrum für Wirtschaft und Verwaltung am Obotritenring wird der zweite Teil der Fassade gestrichen. Gemalert wurden außerdem diverse Klassenräume und Treppenhäuser an weiteren Schulen. Hinzu kamen zahlreiche Schönheitsreparaturen und Akustikmaßnahmen in den Turnhallen. Im Regionalschulteil der Astrid-Lindgren-Schule in Neu Zippendorf beginnt nun die lang geplante Sanierung der Fassade und der Fenster. Außerdem sind Arbeiten zur digitalen Ertüchtigung der Schule mit Wlan und Aktivboards geplant. „Die Regionalschule ist deshalb für zwei Jahre an den Ausweichstandort in Lankow umgezogen, der zuvor von der Erich-Weinert-Schule in der Paulsstadt genutzt wurde“, erklärt Stadtsprecherin Christen. Der Grundschulteil ziehe dann in den Herbstferien in den freigezogenen Regionalschulteil. Am Schulstandort würden im nächsten Jahr rund 2,1 Millionen Euro investiert, so Christen.Christian Koepke

Pläne für eine soziokulturelle Begegnungsstätte am Berliner Platz wurden erst einmal verschoben

Erst Testzentrum, dann Kulturtempel, so sahen die Pläne aus, die im Frühjahr für die alte Postbank-Filiale am Berliner Platz vorgestellt wurden. Seit Mitte Mai nehmen Helios-Mitarbeiter nun Abstriche für einen Corona-Test ab. Wer auf die soziokulturelle Begegnungsstätte wartet, muss sich aber noch ein bisschen gedulden. Die Stadt halte grundsätzlich an ihren Plänen für eine Anlaufstelle im Stadtteil fest, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. Vorerst werde das Testzentrum aber weiterhin gebraucht.

Die Helios-Kliniken seien darauf eingestellt, das Zentrum erstmal bis auf weiteres zu betreiben, erklärt Klinik-Sprecher Patrick Hoppe auf SVZ-Anfrage. Werktags von 10 bis 16 Uhr gibt es die Möglichkeit zum Schnelltest oder zum – vom Gesundheitsamt angeordneten – PCR-Test. Die alte Schalterhalle ist zum Wartebereich umgebaut, die Abstriche werden in den früheren Büros genommen. Wer einen Schnelltest machen wolle, könne nach wie vor ohne Termin kommen, so Hoppe.

Gut 30 Tests pro Tag werden aktuell in der ehemaligen Post abgenommen. Der Klinik-Sprecher rechnet aber mit einem Anstieg der Zahl von Abstrichen durch Reiserückkehrer und den Schulbeginn nach den Ferien. Noch immer würden jedoch auch viele Bürger aus den Dreesch-Stadtteilen zum Testzentrum beim Krankenhaus fahren, schildert Hoppe. Für ein Testzentrum in Neu Zippendorf oder dem Mueßer Holz hatten sich vor allem auch die Stadtteilmanagerinnen Sara Köhler und Anne-Katrin Schulz stark gemacht. Gerade in Neu Zippendorf gäbe es viele ältere Menschen, die dringend ein Testangebot in der Nähe benötigen würden, hieß es. Die alte Post am Berliner Platz sei als Ort für Schnelltests sehr gut geeignet, sie liege zentral und ebenerdig. Im November 2018 war die Postbank-Filiale geschlossen worden - gegen den Protest vieler Neu Zippendorfer. Die Stadt erwarb das Gebäude von einer Fondsgesellschaft, an die die Post das Haus verkauft hatte. Nach der Schließung des bisherigen Stadtteiltreffs „Eiskristall“ in der Pankower Straße, der für ein Neubaugebiet weichen muss, entstand der Gedanke, in der alten Post zumindest vorübergehend einen neuen Treffpunkt im Stadtteil einzurichten. Mittlerweile gibt es auch einen Verein mit dem Namen „Kombinat 63“, bei dem die Fäden für das Projekt zusammenlaufen sollen. Es gehe um kulturelle Bildung und Teilhabe, sagte im Frühjahr Julia Krieg vom Bauspielplatz-Verein, die sich im „Kombinat 63“ engagiert. Da die ehemalige Post aber vorläufig nicht als Kulturzentrum zur Verfügung stehe, werde nun weiter am Konzept gearbeitet, so Krieg jetzt.Christian Koepke

 

Wohnungsgesellschaft will den Gebäudekomplex sanieren und aus der Kneipe Wohnungen machen

Aus dem Zapfhahn läuft Bier. Goldgelb sammelt sich die Flüssigkeit im Glas, eine weiße Schaumkrone bildet den Abschluss. Immer wieder werden die Gläser gefüllt, und das nicht erst seit gestern. Seit 50 Jahren gibt es an der Friedrich-Engels-Straße die kleine Kneipe, die heute als Andys Stressbremse bekannt ist. Es ist die letzte Kneipe des Großen Dreeschs. Doch das Jubiläumsjahr wird für Inhaber Andreas Hömke wohl auch das Ende bedeuten. Die Wohnungsgesellschaft Schwerin, kurz WGS, will ab kommendem Frühjahr den Gebäudekomplex sanieren, aus der Kneipe sollen Wohnungen werden.

„Die Kneipe ist Anlaufpunkt für junge Erwachsene bis Rentner, sie können hier sabbeln und einfach etwas Spaß haben“, sagt Hömke. Seit 19 Jahren betreibt er Andys Stressbremse. Ein Lokal mit Tradition. Immerhin ist es bereits genauso alt wie der Stadtteil selbst. „Der Laden wurde bereits im Bauprozess geschaffen und war als Bauarbeitercafé bekannt.“ Hömke hinzu.

Und noch immer wird die Kneipe besucht. Ob Damen nach dem Seniorensport, Rentner zum nächsten Geburtstag oder auch junge Familien zur Einschulung, sie alle steigen die Treppenstufen empor, um in den rustikalen Räumen den Tag ausklingen zu lassen. Doch dann gibt es auch die Abende, an denen kaum einer kommt. „Der Laden allein ist gerade kostendeckend“, sagt Hömke, den alle nur Andy nennen.

Eigentlich könnte der 65-Jährige in Rente gehen. Doch der Schweriner ist mit Leib und Seele Kneipier. Während seine Mitarbeiter das Bier zapfen, pflegt er vor Ort Kontakte, hört sich die Probleme und Sorgen seiner Gäste an. Ein Kneipier ist eben auch Psychologe. Doch damit ist Ende des Jahres Schluss.

Die Kündigung der WGS hat Hömke bereits auf dem Tisch, schriftlich und fristgerecht. „Es steht lange fest, dass der Komplex saniert wird und die Kneipe dann weichen muss“, sagt WGS-Chef Thomas Köchig. Mehr als 20 Millionen Euro will das von der Stadt geführte Unternehmen in die Sanierung der Blöcke am Monumentenberg investieren. Etwa ein Viertel kommt als Förderung für CO2-Reduzierung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

Hier versteckt sich auch einer der Gründe, wieso Andys Stressbremse weichen muss. Denn die Förderung greift nicht für gewerbliche Nutzungen. Zudem sind laut Köchig die Wohnungen um die Kneipe leer. „Es ist abends einfach zu laut.“ Doch gegen die Lautstärke hat Hömke den Innenbereich nach seiner Übernahme gedämmt. Seitdem habe es keine Beschwerden mehr gegeben, sagt der Kneipier.

Köchig zählt jedoch noch weitere Gründe auf. Die Kosten für die Sanierung als Kneipe können durch die Pacht nicht gedeckt werden. Andere Mieter müssten sie also mittragen. Außerdem sei der Laden nicht barrierefrei, eine Abluftanlage bis auf das Dach müsste eingebaut werden, geplante Balkone lägen direkt über dem Eingang zur Bierschänke. „Das funktioniert einfach nicht“, argumentiert Köchig.

Dass der WGS-Chef durch die Kündigung die letzte Kneipe auf dem Großen Dreesch schließt, ist für ihn kein Problem. Sein Ziel ist eine familienfreundliche Umgebung. „Aber in der Kneipe stehen auch Glücksspielautomaten. Da kann keiner mit einem kleinen Kind rein.“

Gegenwind bekommt Köchig vor allem von den Schwerinern. Andy Hömke schwappt eine Welle der Solidarität entgegen. Mit einer Unterschriftensammlung möchte der Kneipier für den Erhalt kämpfen. 400 Unterschriften hat er schon. Ändern würden sie offenbar jedoch nichts. Thomas Köchig hält an seinem Zeitplan fest. Für Andys Stressbremse bedeutet das zum Jahresende das Aus.Sebastian Kabst

 

 

 

 

 

 

 

 

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