Dreesch-Schwerin

Sie sind hier:   Startseite 2006-2009 2009 Juli

Juli

SWG - Der Bote als Pdf

 

Kinder experimentieren nun mit Stabilbaukästen

Kita Mosaik erhielt den Titel „Haus der kleinen Forscher“

Die Kita Mosaik ist stolzer Besitzer des Titels „Haus der kleinen Forscher“. Mit Spaß, Freude, Neugier und Begeisterung forschen und experimentieren die kleinen Mädchen und Jungen mit Wasser, Sand, Luft, Saft, Holz, Papier, Rasierschaum und allen möglichen Materialien. „Wir möchten spielerisch die Begeisterung für Naturwissenschaft und Technik wecken
und haben deshalb Projekt- und Forschungstage in unseren Kindergartenalltag integriert“, sagt die Kita-Leiterin Renate Kiencke. Unterstützt wird diese frühe Interessenförderung von Andreas Scher, Geschäftsführer der PLANET IC GmbH. Die Firma ist Pate im Projekt verschenkte zur Auszeichnung mehrere Metallstabilbaukästen und Bücher aus der Reihe „Kinderbrockhaus Experimente“, um  neue Anregungen und Utensilien zum Experimentieren zu geben. Insgesamt beteiligen sich 45 Kindertagesstätten in Schwerin und Umgebung am bundesweiten Netzwerk „Haus der kleinen Forscher“. Naturwissenschaftliche und technische Projekte und einfache Experimente werden in den Kita-Alltag integriert. Kitas, deren Erzieher sich in Workshops weitergebildet haben und die mindestens neun Monate lang mit den Kindern regelmäßig forschen und experimentieren, erhalten die Auszeichnung „Haus der kleinen Forscher“.

 

Mietangebote SWG

 

Erster Seniorenspielplatz Schwerins im Stadtteil Neu Zippendorf eröffnet

Der erste Spielplatz für Senioren Schwerin steht in Neu Zippendorf. Gemeinsam mit Olympiasieger Gerd Wessig, der heute Sport- und Spielgeräte vertreibt, weihte die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft die moderne Anlage ein – und die rüstigen Anwohner probierten sie sofort begeistert aus.

Schwerin/Timo Weber

Die Idee, älteren Menschen auf öffentlichen Grünflächen eine Gelegenheit zu sportlicher Betätigung zu bieten, existiert in China seit langem. Während der Olympischen Spiele im vergangenen Jahr wurden die Bilder aktiver Senioren, die sich an diversen Übungsgeräten im Freien fit halten, weltweit gesendet. Anfang der 1980er-Jahre entstanden die „Bewegungsanlagen“ oder „Fitness-Parks“ im Reich der Mitte. Sie ermutigen insbesondere ältere Erwachsene, im Geist der traditionellen chinesischen Medizin mit verschiedenen Sport- und Entspannungsangeboten gemeinsam ihre Körper zu trainieren. Mittlerweile gehören diese Parks in China fest zum Stadtbild. Besucher aller Altersgruppen treffen sich dort zu sportlich-spielerischer Betätigung.

Im Jahr 1999 öffnete der erste deutsche Seniorenspielplatz im niedersächsischen Schöningen seine Tore. Andere Städte wie Berlin folgten. Jetzt reiht sich Schwerin dank der Initiative der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) ein. Passend für die Zielgeneration mit zumeist schon silbergrauem Haar heißt die Spiel-Kombination „Silver Age“, die die Genossenschaft zwischen den neu gestalteten Wohnhäusern in Neu Zippendorf in der Wuppertaler Straße aufgebaut hat. „Mit diesen Geräten können unsere älteren Mieter alle Übungen durchführen, die auch in einer Reha angewendet werden“, sagt Gabriele Szymanski von der SWG.

Das 30 Zentimeter hohe Gerät steht auf einer Rasenfläche inmitten des neu gestalteten Wohnquartiers, das neben Mehrgenerationen- und altengerechtem Wohnen auch ein Nachbarschaftszentrum bietet. Dank der geringen Höhe bestehe auch keine Gefahr, wenn jemand ungewollt vom Gerät steigen müsse. Eine Balancestange mit Sicherheitsstange gehört ebenso zur Spiel-Kombination wie ein Gitter, das das Wassertreten simulieren soll, und eine Hängebrücke. Mit speziellen Kurbeln lassen sich die Armmuskulatur aber auch die Drehkoordination trainieren. Eine Sitzbank zum Ausruhen und künftig eine Heckenbepflanzung runden das Ensemble ab.

Der Idee des Mehrgenerationen-Wohnens im Quartier folgend, sind nur wenige Meter entfernt Kinderspielgeräte zu finden. Rutsche und Schaukel stehen auf Hartgummimatten, um Lärm zu mindern. Zwei so genannte Wackeltiere werden noch installiert. „Wir wollen durch die Kombination von Kinder- und Seniorenspielplatz generationsübergreifende Aktivitäten fördern und zusätzliche Begegnungsorte für Jung und Alt schaffen“, sagt SWG-Vorstand Wilfried Wollmann, der sofort von Szymanskis Idee eines Seniorenspielplatzes begeistert war. Ob die SWG weitere solcher Anlagen in der Stadt aufbauen wird, ist offen. „Wir prüfen das, aber das ist auch immer eine Frage des Geldes“, sagt der SWG-Vorstand.

Die Spiel- und Sportgeräte in der Wuppertaler Straße sind laut Olympiasieger Gerd Wessig, der sich heute beruflich mit dem Verkauf von Sport- und Spielgeräten befasst, gemeinsam mit Sporttherapeuten entwickelt worden. „Es gibt unzählige Möglichkeiten, sie zu nutzen. Sie sind für Kinder wie auch Senioren geeignet und erzielen bei regelmäßiger Anwendung optimale Effekte für den Körper, weil man alle Übungen mit dem eigenen Gewicht machen kann“, sagt der ehemalige Leistungssportler. Wie es gehen kann, das machte Wessig den Senioren aus der Wuppertaler Straße, die auch gleich bereitwillig mitmachten. „Ich werde im nächsten Monat 87 Jahre alt“, sagt Helmut Rottloff, der die Geräte probiert hat. „Ich wohne gleich nebenan. Ich werde bestimmt künftig häufiger vor dem Frühstück hier ein bisschen üben.“

 

WGS hilft Mietern, wenn Wohnhäuser geräumt werden müssen

Zu viele Plattenbauten, zu wenig Mieter – vor allem auf dem Dreesch werden immer noch Wohnblöcke freigezogen, abgerissen oder umgebaut. Doch was geschieht mit den Mietern, die dort noch leben?

Ende vergangenen Jahres wurde Ottilie Giehl gemeinsam mit den anderen Mietern der Niels-Stensen-Straße informiert, dass ihr Wohnblock in Neu Zippendorf freigezogen werden soll. Gemeinsam mit der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) wurden für die Mieter neue Wohnungen gesucht. Ottilie Giehl ist mit ihrem neuen Zuhause in der Pankower Straße überglücklich: „Das ist genau die richtige Wohnung für mich.”

Während Sanierungsvorhaben oder Abbrucharbeiten unterstützt die WGS ihre Kunden bei der Wohnungssuche und der der Planung des Umzugs. „Für langjährige Mieter ist so eine Situation oftmals auch Gelegenheit, ihren Wohnraum an die aktuelle Lebenslage anzupassen”, sagt Jutta Heine, Teamleiterin im WGS-Mietercenter Mueßer Holz/Neu Zippendorf.

Ottilie Giehl wohnte seit 2001 in ihrer Zweiraumwohnung in der Niels-Stensen-Straße. Im November vergangenen Jahres informierte die WGS ihre Mieter in dem Gebäude über die anstehende Veränderung. „Kurz darauf kamen die WGS-Mitarbeiter zu persönlichen Mietergesprächen zu uns“, erinnert sie sich. Nur ein paar Tage später flatterten die ersten Wohnungsvorschläge in die Briefkästen. „Es lief alles total unkompliziert ab. Ich bin berufstätig, da muss man die Termine flexibel legen können – das war kein Problem”, so die 53-Jährige.

Die Mitarbeiter der Umzugsfirmen setzen sich nach Auftrag der WGS direkt mit den Mietern in Verbindung und koordinieren den Ablauf. „Sie haben die Kartons gestellt. Am Umzugstag selbst war nach vier Stunden schon alles über die Bühne gebracht. In der neuen Wohnung wurden mir sogar die Hängeschränke montiert“, so Giehl.

Alles in allem war Ottilie Giehl sehr überrascht von dem Rundum-Service: „So etwas ist nicht selbstverständlich. Die WGS hat mir den Fortzug aus der Stensenstraße einfach gemacht.“ Noch ist natürlich nicht alles perfekt im neuen Traumheim. Doch der Panoramablick über den See, den sie von ihrer Wohnung im vierten Obergeschoss aus hat, begeistert sie jeden Tag: „Besser hätte ich es doch nicht treffen können.“

60 Jahre Internationaler Bund

Seit gestern zeigt das Stadtteilbüro Neu Zippendorf die Wanderausstellung „60 Jahre Internationaler Bund“. Die großen Ausstellungstafeln stellen nicht nur aktuelle Projekte vor, sondern informieren beispielsweise auch über die erfolgreiche Arbeit von Ehrenamt und Hauptamt und über die generationsübergreifende soziale Arbeit des Internationalen Bundes. Interessierte Besucher sind eingeladen, sich die Ausstellung innerhalb der Öffnungszeiten, montags und donnerstags von 9 bis 16 Uhr und dienstags und mittwochs von 9 bis 17 Uhr, in der Rostocker Straße 5 anzusehen.

Anwohner erstellen Dokumentation vom Umbau

Wo früher Fünfgeschosser Spalier standen, erstrecken sich heute im Modellprojekt Tallinner und Vidiner Straße moderne Stadtvillen mit Dachterrassen, verglasten Balkonen und Mietergärten. Auch in der Wuppertaler, Pilaer und Vasaer Straße erhält das Viertel ein neues Gesicht. Den Wandel im Quartier der Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft dokumentieren jetzt auch die Bewohner. Am Ende sollen eine Ausstellung und eine Internetpräsentation entstehen.

Neu Zippendorf/Timo Weber

Es gibt Menschen, die fühlen sich in Neu Zippendorf so wohl, dass sie ihr Zuhause gegen kein anderes eintauschen würden. Brigitta Schmekel ist so eine. Vor ein paar Jahren zog sie von Friedrichsthal in die Tallinner Straße. „Das von der SWG initiierte Modellprojekt Tallinner/ Vidiner Straße hat mir so gefallen, dass ich zu meinem Mann sagte, ich möchte gerne dort wohnen.“ Diese Entscheidung habe sie nicht eine Sekunde bereut.

Neugierig verfolgt Brigitta Schmekel heute die Veränderungen im Nachbarsquartier, zwischen Berliner Platz und Zippendorfer Strand. Hier möchte die Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft (SWG) in den nächsten Jahren einen Fünfgeschosser nach dem anderen sanieren und schließlich dem Areal ein völlig neues Gesicht verpassen. Um diese Stadtteilsanierung in der Wuppertaler, Pilaer und Vasaer von Anfang festzuhalten, hat sich eine Arbeitsgruppe „Dokumentation – Ein Quartier im Wandel“ gebildet. „Es geht darum zu schauen, was in den Menschen vorgeht, die in einem Block leben, der abgerissen wird“, so Jürgen Wörenkämper vom Verein Hand in Hand. „Wie geht es ihnen vor und wie nach der Sanierung?“ Bewohner des Quartiers selbst werden diesen Wandel mit Fotoapparat und Videokamera festhalten. Im neuen Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße findet die AG beste technische Voraussetzungen für ihr Vorhaben. Denkbar wäre auch eine Zusammenarbeit mit anderen AGs, wie der Arbeitsgruppe Lesen, so Wörenkämper. Die in Texten, Hörspielen, auf Fotos und Filmen festgehaltenen Veränderungen im Stadtleben könnten später in den Nachbarschaftszentren ausgestellt werden sowie auf der Homepage von Hand in Hand oder der künftigen Internetquartiersplattform präsentiert werden. Neu Zippendorfer, die bei diesem spannenden Projekt mitmachen möchten, melden sich im Nachbarschaftszentrum in der Wuppertaler Straße 53 oder per Telefon 0385-3 04 12 91.

Schwerins zweitgrößtes Wohnungsunternehmen bewirtschaftet insgesamt 9576 Wohnungen und bietet damit rund 15 000 Schwerinern ein Zuhause. Durch den Rückbau von Wohnungen verringert die SWG auch den Leerstand.

Lindgrenschule wird in Sommerferien umgestaltet

Der Schulhof der Astrid-Lindgren-Schule wird jetzt umgestaltet. Auf dem Areal werden neue Spielgeräte und eine Sportanlage mit einer 100-Meter-Bahn, einem Kugelstoßring und einem Kleinspielfeld errichtet. Die Arbeiten beginnen auf dem Grundschulhof, wenn absehbar ist, dass der Hof zum Schulbeginn wieder nutzbar ist, soll die Neugestaltung der Sportanlagen starten.

Schüler und Lehrer waren in die Planung mit zahlreichen Schulprojekten aktiv eingebunden. Die Arbeit mit den Mädchen und Jungen erfolgte in enger Zusammenarbeit mit Bildungsträgern und der Industrie- und Handelskammer. Denn die Schulhofgestaltung soll den Schülern auch eine praxisbezogene berufliche Frühorientierung geben.

In einer etwa sechswöchigen Arbeitsphase haben die Schüler Ideen zu zwei Spielbereichen und verschiedenen Gestaltungselementen unter Anleitung der Lehrer und des Planers entwickelt. Die besten Ideen werden nun mit der Umgestaltung realisiert. In Arbeitseinsätzen werden die selbst hergestellten Sitzgelegenheiten, ein Klassenraum im Freien und viele weitere Elemente gemeinsam mit Schülern, Lehrern und Eltern eingebaut. Auch die Pflanzarbeiten werden im Team erledigt. „Die Bereitstellung der Stadtumbaumittel und das Engagement von Lehrern und Schülern tragen zu einer deutlichen Verbesserung der Schulsituation in Neu Zippendorf bei“, sagt Baudezernent Dr. Wolfram Friedersdorff. Durch die Anstrengung aller Beteiligten schafft die Schule einen Gegenwert von rund 30 000 Euro und beteiligt sich so an der Finanzierung des Projektes.

Ende November sollen dann alle Arbeiten abgeschlossen sein. Im kommenden Jahr soll auch der Schulhof der Lindgren-Regionalschule umgestaltet werden.

Awo-Treff „Deja vu“ bietet abwechslungsreiches Programm für Kinder und Jugendliche

Etwa 7000 Kinder und Jugendliche besuchen in jedem Jahr den Awo-Treffpunkt „Deja vu“ in Neu Zippendorf. Was junge Leute dort erleben, verrät der Leiter der Einrichtung, Rainer Janik, in unserer Serie „Jung in Schwerin“ über Leute vor Ort, die Jugendlichen etwas bieten können, im Gespräch mit Jürgen Hamann.

Seit wann gibt es den Treffpunkt „Deja vu“ für Kinder und Jugendliche?

Rainer Janik: Seit 1983. Das ist 26 Jahre her und bestätigt, dass hier schon viele Jahre lang eine erfolgreiche Kinder- und Jugendarbeit gemacht wird. Es begann mit Kulturarbeit und Tanzveranstaltungen in der DDR. Von 1990 an begann dann die gezielte Jugend- und Sozialarbeit.

Was bietet der Treff heute den Besuchern?

Rainer Janik: Neben Tischtennis, Fitness, Sport und Spiel – also dem klassischen offenen Treff – bieten wir auch Beratungen und Hilfe an. Wir helfen bei der Job- und Lehrstellensuche, versuchen altersspezifische Probleme zu lösen und vermitteln auch weiter an fachkompetente Stellen. In unseren Talkrunden geht es beispielsweise um Drogenprobleme oder Alkohol. Wichtig ist auch die Durchführung von Projekten.

Können Sie uns einige Beispiele nennen?

Rainer Janik: Da waren Awo-Open-Air-Rock, die Osternestsuche für etwa 300 Kinder im Stadtteil oder das „Deja vu“-TV.

Im „Deja vu“ gibt es Fernsehen?

Rainer Janik: Die Jugendlichen haben einen hauseigenen Fernsehsender aufgebaut. Da gibt es Nachrichten aus Schwerin, den Wetterbericht, Veranstaltungstipps aus dem Club und dem Stadtteil, aber auch Videos.

Es wurde also ein richtiger Film gedreht?

Rainer Janik: Ja. Und zwar über den Beruf des Altenpflegers. Der Film wurde mit Azubis der Awo gedreht – wir bilden ja auch Altenpfleger aus. Die Vernetzung, die Kooperation mit anderen Einrichtungen, nicht nur der Awo, ist heute eine Grundlage in der Jugendarbeit.

Die Entdeckertour Anfang Juni gehört sicher auch dazu…

Rainer Janik: Natürlich. Die Teilnehmer konnten alle Einrichtungen im gesamten Sozialraum kennen lernen und sich über spezifische Angebote informieren. Das ist ein wichtiger Schritt zum geplanten Trägerverbund im Herbst.

Wer soll dazu gehören?

Rainer Janik: Es geht um den Planungsbezirk III mit etwa 7000 Kindern. Das sind die Stadtteile Großer Dreesch, Gartenstadt, Krebsförden, Görries, Wüstmark, Göhrener Tannen, Neu Zippendorf, Mueßer Holz, Zippendorf und Mueß. Ziele des Trägerverbunds sind unter anderem die konsequente gleichberechtigte Netzwerkarbeit und Angebote im Sozialraum, die durch die Kinder und Jugendlichen angeregt und nachgefragt werden.

Die Ferien stehen vor der Tür. Was bietet das „Deja vu“ in diesem Jahr den Kindern?

Rainer Janik: Am 20. Juli starten wir mit den Ferienspielen. Sie gehen über drei Wochen. Das hat sich in den vergangenen Jahren bewährt und ist von den Kindern hier stärker gefragt als eine Reise.

Warum?

Rainer Janik: Eine Reise ist mit 150 bis 200 Euro Kosten für viele Kinder auf dem Dreesch zu teuer. Bei den Ferienspielen kann man viel erleben und der Tag kostet einschließlich Frühstück und Mittagessen 3,50 Euro.

Was ist denn in den Ferienspielen los?

Rainer Janik: Ein Tag geht es rund um die Feuerwehr, an einem anderen zum Drachenboot fahren, in die „Jungle World“ oder eine Line-Dance-Ausbildung ist angesagt. Unser Motto heißt in diesem Jahr „Gesunde Früchtchen auf Ferientour“. Deshalb geht es vor allem um Sport und Gesundheit. So wird der Biohof in Medewege besucht, ein kindgerechter Erste-Hilfe-Kurs angeboten, Brot gebacken oder Selbstverteidigung geübt. Natürlich gibt es auch einen Wunschtag, an dem die Ferienkinder bestimmen, was auf dem Programm stehen soll.

Und nach den drei Wochen?

Rainer Janik: Wir haben das „Deja vu“ in den gesamten Ferien geöffnet. Montags kann beispielsweise kostenlos im Internet gesurft werden, es gibt Aktionstage, Disco, ein Tischtennisturnier, Musik, Spiel und Spaß. Abschluss wird am 28. August das Kinderfest mit der Schweriner Verkehrswacht sein.

Welches Projekt wird als nächstes gestartet?

Rainer Janik: Im August startet die „JPL-Plattform“. Es geht um Jobs, Praktikumsplätze und Lehrstellen und wird durch das Bundesprogramm „Stärken vor Ort“ gefördert. Mit Hilfe zweier Kooperationspartner wollen wir acht Jugendliche befähigen, eine kleine Jobagentur aufzubauen. Das wird eine Internetpräsenz sein, wo Interessenten tagesaktuell Arbeitsplätze und Lehrstellenangebote finden. Unsere Jugendlichen werden selbstständig die Betriebe anrufen und nach offenen Stellen oder Praktikumsplätzen fragen. Teilnehmen können Jugendliche unter 25 Jahren, die selbst auf der Suche nach einem Job oder einer Lehrstelle sind. Die erste „JPL-Plattform“ soll erst einmal bis zum 31. Dezember gehen, an eine Fortsetzung ist gedacht.

Was ist für Sie das wichtigste bei der Arbeit im „Deja vu“?

Rainer Janik: Das Wichtigste ist ein gutes Team. Ohne den engagierten Einsatz der Mitarbeiter würde es hier nicht funktionieren. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, um Marion Albrecht und Karla Weinhold für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken.

Plattenbauten auf dem Dreesch weichen Grünflächen

Im Mueßer Holz beginnt ein weiteres Kapitel des Stadtumbaus in Schwerin. Mehrere Plattenbauten sollen in den nächsten Monaten weichen – an ihrer Stelle entstehen Grünflächen oder Eigenheime.

Schwerin - zvs Im Schweriner Stadtteil Mueßer Holz beginnt ein weiteres Kapitel des Stadtumbaus. Mehrere Plattenbauten sollen in den nächsten Monaten weichen – an ihrer Stelle entstehen Grünflächen oder Eigenheime.

Am ehemaligen Feierabendheim in der Pawlowstraße ist der Bagger angerückt. Nun ist deutlich sichtbar – das leer stehende Gebäude wird abgerissen. Die Bewohner sind bereits 2008 in das sanierte „Haus am Fernsehturm“ gezogen.

Neu bebaut werden soll die Fläche nicht – so sieht es das Stadtumbaukonzept vor. „Die Pawlowstraße ist das erste von insgesamt acht Rückbauvorhaben städtischer Gebäude in diesem Jahr“, berichtet Hans-Hermann Bode, Leiter des Schweriner Amtes für Stadtentwicklung. „Es folgen in den nächsten Monaten die ehemalige Kästner-Schule sowie mehrere Wohnblöcke in den Stadtteilen Mueßer Holz und Großen Dreesch.“ Darüber hinaus sollen auch eine ehemalige Poliklinik sowie wie zwei Baracken, die hinter dem Bürogebäude stehen, weichen.

Die Wohnblöcke im Mueßer Holz hatte die Stadt Schwerin Anfang des Jahres von einem privaten Unternehmen zum Zweck des Rückbaus erworben. „Mit der Realisierung wird jetzt ein seit mehreren Jahren bestehender baulicher Missstand in der Landeshauptstadt beseitigt“, erklärt Amtsleiter Bode. Die Grundstücke in der Hamburger Allee und in der Kantstraße sollen mittelfristig begrünt und so Teil des Projektes „Waldbrücke“ werden, einer Kette von Grünflächen, die den Dreesch durchzieht. Auch für das ehemalige Schulgrundstück ist eine Grünfläche vorgesehen.

Auf den anderen Grundstücken soll Wohnungsbau in Zukunft grundsätzlich weiterhin möglich sein. Vor allem rund um die Anne-Frank-Straße sieht das aktuelle Stadtentwicklungskonzept den Bau von Einfamilien-, Reihen- oder Atriumshäusern vor. Bis zu 80 neue Wohneinheiten könnten in der verkehrsgünstigen Lage entstehen. Konkretere Planungen gäbe es bisher aber noch nicht. Insbesondere für das gut erschlossene Grundstück der ehemaligen Poliklinik auf dem Großen Dreesch sucht die Stadt nun Investoren.

Alle Abrissarbeiten werden von dem städtischen Eigenbetrieb, dem Zentralen Gebäudemanagement, übernommen.

 

 

 

 

 

« vorige Seite Seitenanfang nächste Seite »
nach oben